Da es in letzter Zeit gehäuft vorkommt, dass von Kreditkarten unrechtmäßig bzw. unauthorisiert Geld abgebucht wurde, möchte ich eine kleine Zusammenstellung geben, wie man sich schützt und was im Fall der Fälle zu tun ist.
Achtung: Dies ist keine Rechtsberatung! Diese Hinweise haben keinen Anspruch auf Korrektheit oder Vollständigkeit. Wer Schaden durch die Hinweise in diesem Artikel davonträgt, muss selbst damit Leben. Rechtsberatung gibt es beim Anwalt, nicht hier!
Kreditkartendaten schützen
Man sollte nach Möglichkeit nur in Shops bestellen, denen man vertraut. Hilfe bieten hier Bewertungsportale oder Foren in denen über diese Shops oder das Produkt das man erwerben möchte diskutiert wird. Meist reicht auch eine einfache Suchmaschinenanfrage um sich ein grobes Bild zu machen.
Das Bestellen per Nachname bietet übrigens keinen wirklichen Schutz, bzw. Alternative. Wird nur ein Stein geliefert, rennt man seinem Geld wirklich hinterher… 
Wer z.B. mit Firefox surft, sollte sich das SSL-Blacklist Add-On installieren. Dieses gibt eine Warnmeldung aus, sobald ein schlechtes oder schwaches SSL-Zertifikat (also das was letztendlich zum Verschlüsseln der Daten genutzt wird) benutzt wird. Man sollte den Bestellvorgang dann abbrechen. Daten könnten abgehört werden…
Natürlich sollte man prüfen, ob überhaupt verschlüsselt wird. Dies wird im Browser meist durch ein kleines Schloss (welches geschlossen sein sollte) oder anders angezeigt. Wie das in jedem einzelnen Browser aussieht, muss man selbst herausfinden! Für Firefox findet man hier Hinweise und auch hier.
Wenn Daten geklaut wurden
Ob die Kreditkartendaten in falsche Hände gelangt sind, merkt man erst, wenn es zu spät ist.
Deshalb: Regelmäßig die Abbuchungen prüfen. Spätestens wenn die Abrechnung ins Haus flattert sollte (besser: muss!) man dies tun. Man hat dann etwa 30 Tage Zeit, Einspruch zu erheben. Diese Frist sollte man aber nicht auskosten. Wer Onlinebanking betreibt, kann meist auch seine Abbuchungen im Internet sehen. Oftmals schon weit vor der Abrechnung.
Wird eine solche Abbuchung festgestellt, muss man sofort handeln, sonst verliert man Ansprüche. Auf der Kreditkarte selbst ist meist umseitig eine Notrufnummer aufgedruckt (nein, nicht 112). Ansonsten findet man diese auf der Abrechnung. Wer dann immer noch keine Telefonnummer gefunden hat, ruft die bundesweit gültige 116116 an oder wendet sich an die Hausbank bzw. die Bank, die die Kreditkarte ausgegeben hat. Sparkassenkunden erhalten ihre KK meist von “pluscard“.
Bei der Kreditkartengesellschaft werden nun die Daten abgeglichen, damit die wissen, dass man es auch wirklich selbst am Telefon ist. Nun trägt man sein Anliegen vor. Dann sollte das Unternehmen die Karte (und damit die Nummer) sperren und (im Idealfall gratis) eine Neue zusenden. Man bekommt per Post ein Schreiben, welches man unterschrieben zurücksenden muss. Dies ist oft eine “Versicherung an Eides Statt” oder einfach ein Blatt mit dem man bestätigt, dass man diese Buchungen nicht getätigt oder in Auftrag gegeben hat. Oftmals ist es auch klug, vorab einen Dreizeiler zu verfassen und an die Bank/das Kreditkartenunternehmen zu schicken.
Mit ein bisschen Glück erhält man dann recht schnell sein Geld zurück.
Die Kreditkarte vorab sperren (also wenn kein Betrugsfall vorliegt), wie in einigen Diskussionen empfohlen worden ist, bringt wenig. Die Ersatzkarte darf man dann in jedem Fall selbst zahlen…
Generell ist das Zahlen per Kreditkarte weiterhin das risikoloseste Zahlungsmittel. Man sollte nur regelmäßig prüfen, ob alles noch mit rechten Dingen zugeht. Panik ist wohl auch fehl am Platze. Wer sich im Betrugsfall schlecht beraten fühlt von seiner Bank, sollte das Unternehmen wechseln.